Zwischenbericht der Eurohypo zum 30. September 2007

09.11.2007 | Eschborn
Eurohypo mit stabilem Ergebnis trotz Subprime-Wertanpassungen. Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung legt um 25% zu

Trotz der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten als Folge der amerikanischen Subprime-Krise hat sich die Eurohypo in den ersten neun Monaten 2007 erfolgreich geschlagen. Dank ihrer starken Marktposition konnte sie ein stabiles Ergebnis ausweisen: Mit 493 Mio. Euro lag das Ergebnis vor Steuern des Eurohypo-Konzerns um 2 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahresniveau. "Die Eurohypo hat damit gezeigt, dass sich ihr Geschäftsmodell auch in einem schwierigen Marktumfeld bewährt und sie für die Zukunft richtig aufgestellt ist", sagte dazu Bernd Knobloch, Vorsitzender des Vorstands.

Dieses wird zum einen durch das starke Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung unterstrichen, das sich bis Ende September auf das Rekordvolumen von 30 Mrd. Euro summierte und damit die entsprechende Vorjahreszahl um ein Viertel übertraf.

Zum anderen ist die Bank unverändert gut am Kapitalmarkt - im Syndizierungs- und Verbriefungsgeschäft - positioniert. Allein im dritten Quartal hat die Eurohypo Immobilienfinanzierungen in Höhe von rund 2 Mrd. Euro syndiziert und zwei größere Verbriefungen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro platziert. Insgesamt belief sich das Syndizierungs- und Verbriefungsvolumen in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf rund 10 Mrd. Euro. Davon entfielen 23% auf Deutschland, 14% auf das übrige Kontinentaleuropa, 27% auf Großbritannien und 36% auf die USA.

Der Return on Equity (RoE) vor Steuern lag trotz der Belastungen durch die Subprime-Krise in den ersten neun Monaten 2007 mit 11,3% auf Vorjahresniveau; ohne das an die Commerzbank übertragene Retail Banking und die Subprime-Wertanpassungen erreichte der Return on Equity vor Steuern 16,3%. Die Cost Income Ratio betrug 36,7% (34,2%).

Im Bereich Staatsfinanzierung expandierte das Geschäft spürbar. Das bilanzwirksame Neugeschäft weitete sich um 21% auf 14,4 Mrd. Euro aus. Das Kredit-Derivate-Geschäft mit öffentlichen Adressen wuchs dynamisch um 77%. Die Strategie einer internationalen Risikodiversifizierung im Staatsfinanzierungsgeschäft und der Erschließung neuer, margenstarker Geschäftsfelder setzte die Eurohypo konsequent fort.

Der Rückgang des Zinsüberschusses um 11% auf 856 Mio. Euro (967 Mio. Euro) beruhte vor allem auf der geringeren Vereinnahmung von Vorfälligkeitsentschädigungen als Folge der Zinsentwicklung sowie erhöhten Refinanzierungskosten. Zudem trug der planmäßige Abbau des Portfolios im Retail Banking zu diesem Rückgang bei. Die Risikovorsorge lag mit 193 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (256 Mio. Euro) - eine Folge der weiter verbesserten Portfolioqualität der Eurohypo. Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen sank bedingt durch Marktbewertungen von -10 Mio. Euro auf -20 Mio. Euro. Die starke Ausweitung des Neugeschäfts sorgte für einen erneut kräftigen Anstieg des Provisionsüberschusses um 36% auf 158 Mio. Euro (116 Mio. Euro). Das Handelsergebnis erhöhte sich um 26% auf 61 Mio. Euro (48 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Finanzanlagen sank um 59 Mio. Euro auf -18 Mio. Euro. Darin enthalten ist eine Wertanpassung auf das US-Anlageportfolio in Höhe von 128 Mio. Euro.

Ausblick

Die Immobilien-Vermietungsmärkte sind, getragen von einer günstigen konjunkturellen Entwicklung, in guter Verfassung. Die Investitionsmärkte im In- und Ausland sind aktuell durch eine geringere Liquidität und nachlassende Risikobereitschaft gekennzeichnet. Der als Folge der Verunsicherungen durch die Subprime-Krise wieder bewusstere Umgang mit Marktrisiken eröffnet der Eurohypo gute Geschäftsmöglichkeiten. Die Bank wird die Internationalisierung und Diversifizierung ihrer Geschäftstätigkeit weiter vorantreiben. Auch für das Staatsfinanzierungsgeschäft bleibt die Eurohypo optimistisch: Der derzeit hier zu beobachtende Strukturwandel weg von großvolumigen Standardfinanzierungen hin zu kundenspezifischen Finanzierungslösungen, die sich in ein Gesamtkonzept zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben einfügen, entspricht den strategischen Zielsetzungen und dem Know-how der Eurohypo.

Ihr Ziel, eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 15% zu erreichen, wird die Bank im Geschäftsjahr 2007 wegen der aus der Subprime-Krise resultierenden Belastungen nicht mehr erreichen; sofern sich die Märkte normalisieren, halten wir allerdings dieses Ziel 2008 für realistisch. Die Eurohypo wird die sich in den internationalen Märkten bietenden Chancen nutzen, um ihr ertragsorientiertes Wachstum konsequent fortzusetzen.

Quelle: Pressemeldung Eurohypo Aktiengesellschaft

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