UNIQA Gruppe von Jänner bis Oktober mit mehr laufender Prämien und geringeren Kosten
Die weitere gezielte Zurücknahme des Lebensversicherungsgeschäftes gegen Einmalprämie und mit Sonderprodukten wurde durch die positive Entwicklung in den anderen Bereichen mehr als kompensiert. Das gesamte Prämienvolumen erhöhte sich im Zuge dieser Entwicklung auf 1.955,7 Mio. Euro.
Im gleichen Zeitraum wurden die Kosten - ohne Provisionen aber inklusive der Sozialkapital-aufwendungen - um 4,5% auf 284,0 Mio. Euro gesenkt. Die gesamten ausbezahlten Leistungen erhöhten sich um 4,9% auf 1.330,3 Mio. Euro.
In Summe konnte auch im 3. Quartal die Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses fortgesetzt werden. Neben dem erfreulichen Prämienwachstum hat auch die konsequente Verfolgung der bereits im Vorjahr begonnenen Ertragssteigerungsmaßnahmen vor allem in den Bereichen Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung dazu beigetragen.
In der Schaden- und Unfallversicherung erreichte die Gruppe - inkl. der Mitte 2001 erworbenen polnischen Gesellschaft - eine Prämiensteigerung um 20,6% auf 767,0 Mio. Euro. Auch die um das polnische Geschäft bereinigte Entwicklung ist mit +13,4% sehr erfreulich. Im Inland betrug die Prämiensteigerung in diesem Segment 10,6% und liegt klar über der Erhöhung der ausbezahlten Leistungen von 5,4%. Damit konnte der Trend zur Verbesserung des versicherungstechnischen Geschäftes fortgesetzt werden. Konzernweit stiegen die ausbezahlten Leistungen der Schaden- und Unfallversicherung um 15,0% auf 458,4 Mio. Euro. Die katastrophalen Unwettern und Überschwemmungen in Österreich und der Tschechischen Republik verursachten aus heutiger Sicht einen Schadenaufwand nach Rückversicherung von 17,2 Mio. Euro.
In der Lebensversicherung konnte das Volumen der laufenden Prämieneinnahmen in den ersten drei Quartalen um 10,4% auf 495,0 Mio. Euro gesteigert werden. Aus Rentabilitäts- und Risikoüberlegungen sowie zur Stärkung des Geschäftes gegen laufende Prämie wurden Einmalerläge und Sonderprodukte weiter gezielt zurückgenommen - die Prämien daraus reduzierte sich daher in um 50,3% auf 175,5 Mio. Euro. In Summe sank das Prämienvolumen im Lebensgeschäft daher um 16,4% auf 670,5 Mio. Euro. Die ausbezahlten Leistungen erreichten 483,5 Mio. Euro (+2,7%).
In der Krankenversicherung setzte sich der positive Trend mit einem Prämienplus von 3,9% auf 518,2 Mio. Euro weiter fort. Die ausbezahlten Leistungen verminderten sich hingegen um 2,6% auf 388,4 Mio. Euro. Bei Berücksichtigung der Zuführung zur Schadenreserve ergibt sich zwar ein Anstieg der Leistungen, der allerdings unter dem Prämienzuwachs liegt.
Die gesamten Kapitalanlagen - exklusive der Depotforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft - der UNIQA Group Austria nahmen in den ersten neuen Monaten um 4,9% zu und erreichten Ende September den Wert von 11,7 Mrd. Euro. Die Aktienquote liegt dabei derzeit bei 7,97%. Die laufenden Vermögenserträge erhöhten sich im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 6,3% auf 476,9 Mio. Euro. Die stark negative Performance der Aktienmärkte belasten das außerordentliche Finanzergebnis der Gruppe mit deutlichen Wertrückgängen. Die äußerst volatile Situation lässt aus heutiger Sicht noch keine Aussagen über den Abschreibungsbedarf auf Jahressicht zu.
Die gesamten Kosten der Konzerngesellschaften - ohne Provisionen und unter Berücksichtigung der Sozialkapitalaufwendungen - gingen um 4,5% auf 284 Mio. Euro zurück. Dabei konnten die Inlandsgesellschaften ihre Kosten um 7,7% senken, während es im Ausland durch Investitionen in die Stärkung der Marktposition zu einer Erhöhung von 44,0% auf 26,4 Mio. Euro kam.
Standard & Poor's bestätigt "A" Rating
In den letzten Tagen hat Standard & Poor's das insurer financial strength rating der UNIQA Versicherung mit "A" erneut bestätigt. In einer für die Versicherungswirtschaft angespannten Zeit mit einer Vielzahl von Ratingrückstufungen eine sehr positive Nachricht und eindeutige Bestätigung des eingeschlagenen Weges.
Laufendes Quartal und Ausblick
Die weitere Entwicklung des Ergebnisses im laufenden Geschäftsjahr wird wesentlich von der Situation auf den Aktienmärkten abhängen. Im laufenden Quartal konnte zwar ein Teil der Rückschläge des dritten Quartals aufgeholt werden, eine verlässliche Prognose ist allerdings aufgrund der weiterhin hohen Volatilität der Kapitalmärkte nicht möglich. Sollte bis Jahresende keine signifikante Erholung der Aktienmärkte eintreten, ist mit einem Rückgang des Konzernergebnisses zu rechnen. Aus heutiger Sicht ist für 2002 von einer unveränderten Dividende auszugehe
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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