Starke Neugeschäftszuwächse und stabile Erträge bestätigen Wachstumskurs des BHW Konzerns
Über ein fulminantes Neugeschäft und eine von stabilen Zinsüberschüssen geprägte Ertragslage berichtet der BHW Konzern für das erste Halbjahr 2003. Sowohl das Halbjahresergebnis als auch das Ergebnis für das zweite Quartal 2003 liegen damit im Zielkorridor des angestrebten Jahresergebnisses. Neugeschäft und Erträge werden dabei geprägt von den Geschäftserfolgen in der privaten Baufinanzierung, dem Kernsegment des Konzerns.
Mit einer Steigerung der Vertriebsleistung in der privaten Baufinanzierung um knapp 20 Prozent auf gut 11 Mrd. Euro wurden im Marktvergleich erneut Marktanteile hinzugewonnen. Die Bausparsumme der neu abgeschlossenen Bausparverträge stieg im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf 7,3 Mrd. Euro, die Anzahl der Verträge liegt mit rund 402.000 um 21,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Entgegen der rückläufigen Baukonjunktur konnte auch das Abschlussvolumen der bausparunabhängigen Wohnungsbaufinanzierungen um 12,5 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro gesteigert werden.
Auch die strategische Bedeutung des Geschäftsfeldes "Privater Vermögensaufbau" - bei BHW geprägt von Lebensversicherungs- und Fondsprodukten - ist weiter gewachsen. So stiegen die Neuabschlüsse in diesem im Rahmen der Vorsorge-Strategie des Konzerns als Wachstumsmarkt definierten Geschäftsfeld im ersten Halbjahr um 13,8 Prozent auf über 1,6 Mrd. Euro. Treibende Kraft waren dabei vor allem die klassischen Versicherungsprodukte, wie die Kapitallebens- und die Rentenversicherung (+ 18,5 Prozent). Das Investmentfondsgeschäft konnte im Zuge der freundlicheren Entwicklung der Aktienmärkte um über 60 Prozent zulegen.
Ergebnisse im zweiten Quartal bestätigen Wachstumskurs
Mit einem Konzernbilanzgewinn von 26,6 Mio. Euro für das zweite Quartal 2003 bewegt sich der BHW Konzern weiter im Zielkorridor des angestrebten Jahresergebnisses. Angesichts des hervorragenden Neugeschäftes und der daraus resultierenden Provisionszahlungen, die zwar zunächst den Ertrag schmälern, in den kommenden Jahren jedoch über die vereinbarten Konditionen zu einem nachhaltigen Ertrag führen, decken die Provisionserträge die Aufwendungen. Deutliche Erfolge zeigt die Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen. Sie konnten um 9,3 Mio. Euro gesenkt werden.
Der Konzern-Quartalsüberschuss beläuft sich auf 60,8 Mio. Euro. Darin sind aufgrund einer Optimierung des Steuerausweises Erstattungen der Ertragssteuern in Höhe von 11,6 Mio. Euro enthalten.
Segmentbetrachtung betont Bedeutung der Vorsorge-Geschäftsfelder
In der Segmentbetrachtung ragt vor allem das Ergebnis des Kernsegmentes "Private Baufinanzierung" mit seinem stabilen Ergebnisbeitrag hervor und bildet die Basis des Erfolges der gesamten Unternehmensgruppe. In der Quartalsbetrachtung stieg das Nachsteuerergebnis dieses Segmentes von 27,3 Mio. Euro im ersten Quartal auf 46,6 Mio. im zweiten Quartal. Im Geschäftsfeld "Privater Vermögensaufbau" stiegen die Nettoerträge aus dem Lebensversicherungsgeschäft auf 8,1 Mio. Euro (plus 28,6 Prozent). Das Betriebsergebnis von 6,9 Mio. Euro (Vorjahr 9,3 Mio. Euro) spiegelt die erheblichen Investitionen in den Wachstumsmarkt der betrieblichen Altersvorsorge - so z. B. die Gründung einer eigenen Pensionskasse und das Engagement in der "Metall-Rente" und anderen Vorsorgewerken - wider und liegt im Rahmen der Planungen. Mittelfristig wird für dieses Segment aufgrund der guten Marktpositionierung eine deutliche Ergebnissteigerung erwartet.
In den von der AHBR geprägten Segmenten "Staatskredite" und "gewerbliche Baufinanzierung" schlagen sich die noch laufenden Restrukturierungsmaßnahmen nieder. Im Staatskreditgeschäft führt die strategiekonforme Reduzierung des Volumens zu merklich gesunkenen Zinserträgen. So stieg zwar der Zinsüberschuss von 3,3 Mio. Euro im ersten Quartal auf nunmehr 9,9 Mio. Euro, der Halbjahreswert des Vorjahres lag jedoch bei 52,9 Mio. Euro. Mit einer Konzentration auf margenstarkes Neugeschäft verbesserte sich das Ergebnis der gewerblichen Baufinanzierungen deutlich. Zwar schließt das zweite Quartal mit einem geringfügigen Fehlbetrag von 0,7 Mio. Euro, der Vorjahreswert lag jedoch noch bei einem Minus von 10,3 Mio. Euro.
Mit gutem Halbjahresergebnis im Plan
Die Ertragslage im ersten Halbjahr 2003 zeigt auf der Basis eines stabilen Zinsüberschusses von 371,5 Mio. Euro ein erfreuliches operatives Ergebnis aller vier Geschäftssegmente, das um 26,6 Prozent auf 77,2 Mio. Euro gesteigert wurde. Der Saldo der Risikovorsorge verminderte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 35,7 Mio. Euro auf nun 53,1 Mio. Euro. Ein Konzernbetriebsergebnis von 54,2 Mio. Euro, ein Konzernüberschuss von 43,4 Mio. Euro sowie ein Konzernbilanzgewinn von 53,2 Mio. Euro bestätigen den Wachstumskurs des BHW Konzerns. Wegen der im Zusammenhang mit der AHBR erheblichen Ergebnisbeeinträchtigungen des vergangenen Jahres sowie den damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen können diese Werte allerdings nicht mit den Vorjahresergebnissen verglichen werden (Vorjahreswert Konzernbetriebsergebnis 84 Mio. Euro, Konzernüberschuss ./. 9,3 Mio. Euro. Konzernbilanzgewinn 62,4 Mio. Euro).
Ausblick
Trotz der momentan schwachen konjunkturellen Lage und der ungünstigen Kapitalmarktverhältnisse ist BHW zuversichtlich, für das Gesamtjahr 2003 ein Konzernergebnis von gut 100 Mio. Euro nach Steuern erzielen zu können. Dank der sehr guten Positionierung im Markt der Baufinanzierung und den Investitionen in den Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge erwartet BHW für 2003 einen kontinuierlichen Vertriebserfolg. Weiter forciert wird auch der Ausbau von Vertriebskooperationen. Jüngstes Beispiel ist die weit reichende Kooperation mit führenden Anbietern von Fertighäusern.
Quelle: Pressemeldung BHW Bausparkasse AG
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