Sanofi-aventis übernimmt Mercks Anteile an Merial
Sanofi-aventis (EURONEXT: SAN und NYSE: SNY) und Merck & Co., Inc. (NYSE: MRK) haben heute ihre vertragliche Vereinbarung bekannt gegeben, nach der Merck seinen 50-prozentigen Anteil an Merial Limited (Merial), dem bisherigen Joint Venture der beiden Unternehmen im Bereich Tiergesundheit, für 4 Milliarden USD an sanofi-aventis verkaufen wird. Merial, ein führendes Unternehmen im Bereich Tiergesundheit, wurde 1997 als 50:50-Joint-Venture von Merck und sanofi-aventis gegründet. Nach Abschluss der Transaktion wird Merial zu 100 Prozent in den Besitz von sanofi-aventis übergehen.
Laut sanofi-aventis errechnet sich der Übernahmepreis aus folgenden Werten des Jahres 2008: 3,0 x Umsatz plus 10,2 x Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Es wird erwartet, dass sanofi-aventis durch die Übernahme bereits im ersten Jahr einen Wertzuwachs beim bereinigten Nettogewinn verzeichnen wird.
Neben dem Merial-Vertrag haben Merck, sanofi-aventis und Schering-Plough auch die Unterzeichnung eines Optionsvertrags bekannt gegeben. Nach Abschluss der Fusion von Merck und Schering-Plough hat sanofi-aventis laut den Bedingungen dieses Vertrags die Option, die Geschäftseinheit Intervet/Schering-Plough Animal Health und Merial unter einem Dach zu vereinen, um ein Joint Venture im Bereich Tiergesundheit zu bilden, das sich zu gleichen Teilen im Besitz von Merck und sanofi-aventis befinden würde.
"Diese Verträge sollten uns in die Lage versetzen, unsere Fusion mit Schering-Plough zügig voranzubringen und wie geplant im vierten Quartal abzuschließen. Außerdem erhalten wir mit Intervet/Schering-Plough Animal Health ein ausgezeichnetes Tiergesundheitsunternehmen", erklärt Richard T. Clark, der Chairman, President und Chief Executive Officer von Merck. "Wir sind höchst erfreut, dass unser langjähriger Partner sanofi-aventis Mercks Anteil an Merial, dem erfolgreichen Joint Venture, das wir gemeinsam aufgebaut haben, erwerben wird", fügt er noch hinzu. "Wir freuen uns auf die Aussicht, die starken Tiergesundheitsunternehmen von sanofi-aventis und dem neu strukturierten Unternehmen Merck zusammenbringen zu können."
Chris Viehbacher, Chief Executive Officer von sanofi-aventis, äußert sich folgendermaßen zu den Vertragsabschlüssen: "Wir sind sehr zufrieden mit der Übernahme von Merial, einem wichtigen Global Player im Geschäftsfeld der Tiergesundheit, und wir freuen uns über die Möglichkeit, die komplementären Unternehmen von Merial und Intervet/Schering-Plough zusammenzuführen. Dadurch würde ein neuer Führer auf dem 19 Mrd. USD schweren globalen Tiergesundheitsmarkt entstehen, der uns unserer Vision von einem global führenden und breit gefächerten Gesundheitsunternehmen näherbringt. Ich bin überzeugt, dass Allianzen in einem Umfeld zunehmender Komplexität einen wichtigen Platz einnehmen und freue mich darauf, auch künftig bei der Tiergesundheit mit Merck zusammenzuarbeiten und dabei auf unserer langjährigen Partnerschaft aufzubauen."
Der Verkauf von Mercks Anteil an dem Joint Venture Merial erfordert die Zustimmung der Europäischen Kartellbehörde. Merck geht davon aus, dass die Transaktion vor der im vierten Quartal geplanten Fusion mit Schering-Plough abgeschlossen wird. Nach Mercks Fusion mit Schering-Plough hätte sanofi-aventis die Gelegenheit, eine Unternehmensbewertung vorzunehmen, bevor es seine Kaufoption wahrnimmt, um das neue Joint Venture zu bilden.
Im Rahmen des Optionsvertrags wurde der Wert von Merial mit 8 Milliarden USD festgesetzt. Der Mindestgesamtpreis, den der neu strukturierte Konzern Merck und seine Konzernfirmen dafür erhalten, dass sie Intervet/Schering-Plough in das kombinierte Unternehmen einbringen, würde sich auf 9,25 Milliarden USD belaufen. Dieser Betrag setzt sich aus dem Mindestwert von Intervet/Schering-Plough in Höhe von 8,5 Milliarden USD (der nach einer Wertermittlung durch beide Parteien nach oben korrigiert werden könnte) sowie aus einer zusätzlichen Zahlung von 750 Millionen USD zusammen. Auf der Grundlage dieser Wertermittlung von Intervet/Schering-Plough sowie auf der Basis üblicher Transaktionsanpassungen im Fall einer Kombination von Merial und Intervet/Schering-Plough wird eine Ausgleichszahlung entrichtet, um ein Joint Venture zu schaffen, das sich zu gleichen Teilen im Besitz von Merck und sanofi-aventis befindet.
Die Bildung eines neuen Joint Venture im Bereich Tiergesundheit mit sanofi-aventis unterliegt den üblichen Auflagen einschließlich einer kartellrechtlichen Prüfung in den Vereinigten Staaten und Europa.
Die Verträge räumen Merck zwischen dem 30. September 2009 und dem Abschluss der Fusion zwischen Merck und Schering-Plough das Recht ein, die Kaufoption gegen eine Gebühr von 400 Millionen USD bzw. 600 Millionen USD zurückzuziehen.
Die beiden Unternehmen haben verlauten lassen, dass Merial und Intervet/Schering-Plough Animal Health auch weiterhin unabhängig voneinander operieren werden, bis eine potenzielle Zusammenführung von Merial und Intervet/Schering-Plough Animal Health vereinbart wird.
Quelle: Pressemeldung Sanofi-Aventis
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