HDI-Gerling Sach von Finanzkrise unbeeindruckt
Ein positives Resümee kann die HDI Gerling Sachversicherungsgruppe mit Blick auf das Geschäftsjahr 2008 ziehen. Zwar ging die aktuelle Finanz- und Wirtschaftkrise auch am Kapitalanlageergebnis der zweitgrößten deutschen Sachversicherungsgruppe nicht ganz spurlos vorüber. Dieser Rückgang konnte jedoch durch ein sehr gutes versicherungstechnisches Ergebnis überkompensiert und damit ein insgesamt verbessertes EBIT in Höhe von 258 (247) Mio. € erzielt werden. Die Integration der Gerling-Gesellschaften in die HDIGruppe wurde erfolgreich abgeschlossen. Trotz der widrigen Wettbewerbsverhältnisse verlief das Geschäft der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe insgesamt erfreulich. Die gebuchten Bruttoprämien gingen marktbedingt um rund 1,5% auf 5.896 (5.984) Mio. € zurück. Zum einen ist dieser Rückgang auf die anhaltend weichen Marktbedingungen, zum anderen auf die ertragsorientierte Zeichnungspolitik von HDI-Gerling zurückzuführen, aufgrund der auch vorübergehende Marktanteilsverluste in Kauf genommen werden. Durch die gezielte Erhöhung des Selbstbehalts konnten die Nettoprämien um 4,9 % auf 3.864 (3.683) Mio. € gesteigert werden. Aufgrund eines deutlich günstigeren Schadenverlaufs - insbesondere das Industriegeschäft verlief sehr erfreulich - verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis spürbar auf 135 (-39) Mio. €. Die Schaden-/ Kostenquote sank dadurch bei leicht gestiegenen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb deutlich auf 95,3 (100,0) %. Das Kapitalanlageergebnis reduzierte sich um 28,9 % auf 342 (481) Mio. €. Hintergrund sind die Auswirkungen der Finanzmarktkrise, die auch bei der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe erhöhten Abschreibungsbedarf nach sich zog. Im EBIT konnte dieser Effekt jedoch mehr als ausgeglichen und eine Steigerung um 3% gegenüber dem Vorjahr auf 258 (247) Mio. € erreicht werden. "Wir fahren eine sehr konservative Kapitalanlagepolitik. Deshalb sind wir 2008 ohne größere Blessuren durch die Finanzkrise gekommen", erklärt dazu Dr. Christian Hinsch, Vorstandsvorsitzender der HDI-Gerling Sach Serviceholding, der Obergesellschaft der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe. "Diesen Vorteil wollen wir nutzen und die Chancen der Krise als gesundes Unternehmen wahrnehmen. Dazu sind wir nach dem rechtzeitigen Abschluss der Gerling- Integration jetzt in der Lage." HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Auch im Jahr 2008 war das Industrieversicherungsgeschäft durch einen unverändert harten Wettbewerb gekennzeichnet. Der Markt hatte in der Industrieversicherung - und zwar ausnahmslos in allen Sparten - erneut rückläufige Prämien zu verzeichnen. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen verlief die geschäftliche Entwicklung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG sehr erfreulich. Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG lagen mit 2.486,2 (2.780,1) Mio. € zwar 8,9 % unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang beruht aber ausschließlich auf der gruppeninternen Verlagerung von einigen internationalen Einheiten mit einem Beitragsvolumen von rund 300 Mio. € von der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zur HDI-Gerling International Holding AG. Im Vergleich zu 2007 zeigt das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung eine sehr erfreuliche Entwicklung: das Ergebnis stieg im Geschäftsjahr 2008 auf 79,7 (-62.9) Mio. €. Die Schaden-/ Kostenquote liegt bei ungewöhnlich niedrigen 90,1 %, obwohl auch 2008 noch integrationsbedingt auf den ehemaligen Gerling- Haftpflichtbestand Nachreservierungen vorgenommen werden mussten. Das Ergebnis des allgemeinen Geschäfts beläuft sich auf 96,2 (149,2) Mio. €. Im außerordentlichen Ergebnis zeigten sich noch Integrationseffekte, namentlich Erträge aus der Veräußerung der Erneuerungsrechte an die lokale Gesellschaft in den Niederlanden sowie Aufwendungen aus Beratungsleistungen. Der Steueraufwand entfällt im Wesentlichen auf die lokalen Ergebnisse der Auslandsniederlassungen. Auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde ein Gewinn in Höhe von 150,1 (182,8) Mio. € an die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG abgeführt. HDI-Gerling Firmen- und Privat Versicherung AG Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG war 2008 in ihrem Markt der Firmen- und gehobenen Privatversicherung erneut einem harten Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Die einzelnen Versicherungssparten des Unternehmens entwickelten sich dabei uneinheitlich. In der privaten Kraftfahrzeugversicherung ist die Entwicklung trotz einer nahezu konstanten Durchschnittsprämie von einem deutlichen Beitragsrückgang geprägt. Zudem schlug sich der Anstieg der Schadenquote in der Kaskoversicherung negativ nieder. In den anderen Sparten des Privatkundengeschäfts gab es nur geringfügige Veränderungen in der Beitragsentwicklung. Im Schaden- und Haftpflichtbereich des Firmensegments konnte der Bestand trotz des zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch neu in den Markt tretende Anbieter leicht ausgebaut werden. Insbesondere durch teilweise Umsatz gebundene Policen konnten Beitragsrückgänge in diesem Segment vermieden werden. Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG gingen vor diesem Hintergrund um 5,0% auf 761 (801) Mio. € zurück. Bei einem merklichen Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle auf 445 (494) Mio. € konnten sowohl die Schaden- als auch die Kostenquote jedoch reduziert werden, so dass sich eine Schaden-/ Kostenquote von 97,7 (106,3) % ergab. Das versicherungstechnische Geschäft schloss nach Schwankungsrückstellung insgesamt mit einem Verlust in Höhe von 5,6 (- 49,6) Mio. € ab und das operative Ergebnis verbesserte sich erheblich von - 80 Mio. € auf 37 Mio. €. Aufgrund des auf 23,4 (- 15,6) Mio. € deutlich verbesserten Ergebnisses des allgemeinen Geschäftes und des verminderten Steueraufwandes von 0,4 (5,4) Mio. € wurde unter Berücksichtigung des Ausgleichs des Verlustvortrages aus früheren Jahren in Höhe von 4,5 Mio. € an die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG ein Gewinn in Höhe von 12,9 Mio. € abgeführt. Im Vorjahr ergab sich eine Verlustübernahme der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG in Höhe von 70,7 Mio. €. HDI Direkt Versicherung AG Auch die HDI Direkt Versicherung AG war dem Verdrängungswettbewerb im Privatkundengeschäft ausgesetzt. Zwar konnte bei dem in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Rückgang der Vertragsstückzahlen in der Kraftfahrtsparte eine Trendwende zum Positiven erreicht werden, wobei dem Vertriebsweg Internet mit der Marke HDI24 ein entscheidender Anteil zukommt. Dennoch waren die Beitragseinnahmen leicht rückläufig, da das Preisniveau der HDI Kfz-Tarife wie auch das allgemeine Tarifniveau in der Kraftfahrzeugversicherung am Markt weiter zurückging. Über alle Sparten verzeichnete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 einen leichten Rückgang der Bruttobeitragseinnahmen auf 582 (590) Mio. €. Bei von 406 Mio. € auf 358 Mio. € deutlich gesunkenen Aufwendungen für Versicherungsfälle ergab sich für die HDI Direkt Versicherung AG eine Schaden-/ Kostenquote von 97,2 (105,3) %. Die Gesellschaft erzielte aus dem versicherungstechnischen Geschäft vor Schwankungsrückstellung mit 12,6 (-25,8) Mio. € ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis. Auch im Berichtsjahr trugen Entnahmen aus den Schwankungsrückstellungen mit 30,7 (73,8) Mio. € zu dem positiven versicherungstechnischen Gesamtergebnis von 43,3 (47,9) Mio. € bei. Das operative Ergebnis stieg von 13 Mio. € im Jahr 2007 auf 41 Mio. € im Geschäftsjahr 2008 an. Im allgemeinen Geschäft wurde mit 28,0 (38,7) Mio. € wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Nach der außerordentlichen hohen Gewinnabführung 2007 konnte auch 2008 mit 70,7 (108,6) Mio. € ein erfreulicher Gewinn an die HDIGerling Sach-Serviceholding AG abgeführt werden. HDI-Gerling International Holding AG Die HDI-Gerling International Holding AG ist zuständig für die Steuerung der im Ausland angesiedelten, rechtlich selbstständigen HDI-Gerling- und HDI Versicherungsgesellschaften der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe. Trotz der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete die HDI International Holding AG in den meisten ihrer Märkte im Geschäftsjahr 2008 ein Wachstum. Zudem konnte das Bruttobeitragsvolumen durch Zukäufe in den Ziel- und Wachstumsmärkten Chile und Ukraine in Höhe von 33,2 Mio. € erhöht werden. Mit einem Bruttobeitragsvolumen von 2.077,5 (1.716,6) Mio. € konnte die Gruppe im Geschäftsjahr 2008 erstmals die 2-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten. Bei der Zeichnung von Neugeschäft achtete die HDI-Gerling International Gruppe unverändert auf angemessene Profitabilität. Gleichwohl belasteten die Entwicklungen an den Finanzmärkten das operative Ergebnis. Im Geschäftsjahr 2008 beläuft sich das operative Ergebnis auf 44,4 (98,4) Mio. €. Besonders erfolgreich ist die HDI Seguros S.A. in Brasilien, die ihr Netzwerk stark ausgebaut hat und sich inzwischen als führender Kfz-Versicherer in einigen Bundesstaaten unter den drei ersten Anbietern platzieren konnte. Die Gesellschaft versichert dort inzwischen über 900.000 Fahrzeuge. Ebenso besonders erfolgreich war in den vergangenen Jahren in Hinblick auf Wachstum und Ertrag die österreichische HDI Versicherung AG, welche im Jahr 2008 zum vierten Mal in Folge als bester Kfz-Versicherer des Landes ausgezeichnet wurde. Auch die polnische HDI Asekuracja wurde 2008 in nationalen Kunden- und Vermittlerumfragen zum besten Schaden/ Unfallversicherer in ihrem Sitzland gewählt. Die Schadenquote netto liegt im Nicht-Leben-Bereich für das Geschäftsjahr 2008 bei 68,0 %; die Schaden-/ Kostenquote wird in Höhe von 99,2 % ausgewiesen. Infolge des beschriebenen Kapitalmarktumfelds verschlechterte sich das Kapitalanlageergebnis auf 78,9 (87,2) Mio. EUR. Diese Entwicklung war in erster Linie auf die gestiegenen Wertminderungen auf Kapitalanlagen zurückzuführen. Der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die HDI-Gerling Sach Serviceholding abgeführte Gewinn liegt bei 29,1 (28,2) Mio. €. Ausblick Unterstützt durch eine moderate Schadenentwicklung in den Vorjahren hält im laufenden Jahr 2009 der unverändert intensive Preiswettbewerb am deutschen Versicherungsmarkt an. Auswirkungen aus der weltweiten Finanzkrise werden in der Versicherungstechnik in geringerem Umfang schon 2009, aufgrund des zu erwartenden Rückgangs bei der Nachfrage im privaten und gewerblichen Konsum sowie bei den Investitionsgütern in verstärktem Maße ab dem Jahr 2010 spürbar sein. Die HDI International Holding AG tritt mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung über den Kauf der Genworth Seguros México, S.A. de C.V. zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 in den mexikanischen Privatkunden-Markt ein und hat damit einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie auf dem lateinamerikanischen Versicherungsmarkt verwirklicht. Die HDI-Gerling Sach-Versicherungsgruppe insgesamt rechnet für 2009 mit einem geringfügig niedrigeren Beitragsaufkommen und wird an ihrer Strategie einer ertragsorientierten Zeichnungspolitik festhalten. (Anmerkung: Die in dieser Presseinformation dargestellten Zahlenwerte basieren für die HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe auf IFRS, für die Einzelgesellschaften und die HDIGerling International Holding AG auf den nach HGB bzw. den jeweiligen national gültigen Rechnungslegungsvorschriften.)
Quelle: Pressemeldung HDI-Gerling Sach Serviceholding AG
Weitere News
EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet
22.11.2011 | EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim weiter aus Omnibus-Weltpremiere für neuen...
weiter in EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende ...Tagesgeld.info vergleicht aktuelle Tagesgeldkonten miteinander
04.11.2011 | Die Finanzkriese lässt viele Anleger ihr Anlageverhalten überdenken. Auch wenn derzeit weiterhin der...
weiter in Tagesgeld.info vergleicht aktuelle ...DAB Bank-Vorstand Dr. Markus Walch wechselt als Vorstandsvorsitzender zur dwpbank
20.06.2011 | Aufsichtsrat der DAB bank wird über Nachfolgeregelung und Austrittstermin in den nächsten Wochen entscheiden
weiter in DAB Bank-Vorstand Dr. Markus Walch ...Stiftungsmanagement - für Dinge, die uns am Herzen liegen
26.05.2011 | Viele Stiftungen wurden gegründet, um anderen Menschen zu helfen. Eine Stiftung befasst sich mit der...
weiter in Stiftungsmanagement - für Dinge, ...Depression kostet Volkswirtschaft jährlich bis zu 22 Milliarden Euro
13.04.2011 | Die Krankheit ist nicht nur Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung, sondern verursacht durch...
weiter in Depression kostet Volkswirtschaft ...Aktuelles
Welche Spezialfonds sollte man kennen?
Die Welt der Fonds ist vergleichsweise unübersichtlich. Doch...
weiter ...Neuigkeiten
Elektromobilität weltweit im Fokus - Vierter Deutscher Elektro- Mobil- Kongress in Essen
Weltweit gewinnt das Thema Elektromobilität als das derzeit...
weiter ...Weitere Themen
Generali Deutschland Immobilien beauftragt Facility Management Unternehmen
Die Generali Deutschland Immobilien GmbH hat gemeinsam mit...
weiter ...Archiv
Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken
Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...
weiter ...Fortschreiten der Finanzkriese bleibt vielerorts unbemerkt
Die Euro Finanzkrise ist aktuell jeden Tag das Hauptthema in...
weiter ...Verschiedenes
EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet
EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim...
weiter ...Tagesgeld.info vergleicht aktuelle Tagesgeldkonten miteinander
Die Finanzkriese lässt viele Anleger ihr Anlageverhalten...
weiter ...
