Eurohypo plant Dividendensteigerung um 70%

14.02.2007 | Eschborn/Hongkong
Bereinigtes Ergebnis erreicht ehrgeizige Zielvorgabe - Dividende 0,70 EUR je Stückaktie und Sonderdividende von 0,40 Euro Buy and Manage greift: Neugeschäft und Syndizierungen auf Rekordniveau

Die Eurohypo hat 2006 ihren dynamischen Wachstumskurs beibehalten: Dank eines hervorragenden vierten Quartals erzielte sie eine bereinigte Ergebnissteigerung von 15% und erreichte damit ihr Anfang 2006 publiziertes, ehrgeiziges Ziel beim Gewinn vor Steuern. "Mit diesem Ergebnissprung unterstreichen wir unsere Ausnahmestellung im dynamischen Wachstumsmarkt Real Estate Banking", kommentierte der Eurohypo-Vorstandsvorsitzende Bernd Knobloch den Erfolg der Bank. Wie bereits bei der Vorlage des Ergebnisses für das dritte Quartal 2006 ausführlich erläutert worden ist, ist in der Ergebnisbereinigung die einmalige Sonderrisikovorsorge für das Retail Banking von 99 Mio. Euro nicht berücksichtigt.

Bei den Portfoliowertberichtigungen für das nicht einzelwertberichtigte Kreditgeschäft ergaben sich im Zuge einer systematischen Anpassung an einheitliche Standards innerhalb der Commerzbank-Gruppe darüber hinaus Auswirkungen auf das Ergebnis für 2006 und rückwirkend für 2005 (General Loan Loss Provisions). Berücksichtigt man im Ergebnisausweis zusätzlich diesen Effekt, beträgt der Gewinnzuwachs für das Berichtsjahr sogar 24,6%.

Der Eurohypo-Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn von 387 Mio. EUR vollständig auszuschütten. Maßgeblich dafür sind zum einen das ausgezeichnete Ergebnis sowie die komfortable Eigenkapitalausstattung der Bank.

Zum anderen kann die Eurohypo dank ihres bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzten Geschäftsmodells des Buy and Manage nicht nur eine dynamische Wachstumsstrategie verfolgen, sondern auch ihre aktionärsorientierte Dividendenpolitik fortsetzen: Für das Geschäftsjahr 2006 sollen eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro (2005: 0,65 Euro) und eine Sonderdividende von 0,40 Euro je Stückaktie ausgeschüttet werden. Mit dieser Sonderdividende nähert sie sich darüber hinaus an das Kapitalniveau der Commerzbank an. "Wir werden mit der aktuellen Kapitalquote unser dynamisches Wachstum beibehalten", erklärte Bernd Knobloch zu dieser Maßnahme.

Gewinn- und Verlustrechnung

Voll auf Kurs haben sich 2006 die wichtigsten Kennziffern der Eurohypo entwickelt: Der Return on Equity vor Steuern, um die Sonderrisikovorsorge und den Restrukturierungsaufwand bereinigt, lag am Jahresende 2006 bei 13,6% nach 11,9% im Jahr zuvor. Mit diesem Anstieg hat die Bank eine wichtige Etappe auf dem Weg zu ihrem Ziel von 15% RoE vor Steuern erreicht. Der RoE vor Steuern ist die künftige Kernsteuerungsgröße der Eurohypo. Die Cost Income Ratio entwickelte sich bis Ende 2006 trotz hoher Investitionen in wachstumsstarke Geschäftsfelder mit 34,7% (35,1%) planmäßig; die Eurohypo definiert "unter 35%" als Zielgröße.

Die operativen Erträge haben sich 2006 um fast 8% erhöht. Besonders erfreulich war dabei der Anstieg des Zinsüberschusses im Eurohypo-Kerngeschäft Commercial Real Estate um 36 Mio. Euro auf 851 Mio. Euro. Dieses Ergebnis wurde kompensiert durch das als Folge der abgeflachten Zinskurve und geringerer Vorfälligkeitsentschädigungen schwächeren Ergebnisses in Public Finance/Global Markets (PFGM).

Der Provisionsüberschuss als wichtiger Bestandteil dieses Ertrages stieg im Berichtszeitraum um 22% auf 177 Mio. Euro. Dieses deutliche Plus unterstreicht auch die Fokussierung des Eurohypo-Geschäftsmodells auf das nicht zinsabhängige Einkommen. Mit Beratungsleistungen im Real Estate Investmentbanking bzw. dem Einsatz kapitalmarktorientierter Finanzierungsinstrumente wie Syndizierungen/Verbriefungen, die sich 2006 auf einen neuen Rekordstand von 16 Mrd. Euro summierten (+16,3%), erzielt die Bank Einnahmen, die nicht mit Eigenkapital hinterlegt werden müssen. "Wir sind hier schon sehr weit vorangekommen: Das nicht zinsabhängige Einkommen machte im Berichtsjahr bereits gut ein Fünftel des Gesamtertrags aus", sagte Martin Zielke, CFO der Eurohypo.

Die Risikovorsorge ging - ohne die einmalige Sonderrisikovorsorge von 99 Mio. EUR - von 291 Mio. Euro im Jahr 2005 auf 261 Mio. Euro zurück und liegt damit auf dem angestrebten Zielpfad.

Starkes Neugeschäft

Einer der wesentlichen Treiber des Eurohypo-Wachstums ist das weiter dynamische Immobilien-Neugeschäft. Insbesondere im vierten Quartal 2006 hat die Eurohypo mit Neuzusagen von mehr als 11 Mrd. Euro ihre herausragende Vertriebsstärke bewiesen. Mit 35,5 Mrd. Euro wurde die Vertriebsleistung des Vorjahreszeitraums (31 Mrd. Euro) nochmals übertroffen. Erfolgreich war die Bank dabei besonders in ihrem Heimatmarkt Deutschland, in den USA, in Großbritannien und Südeuropa. Herausragend war darüber hinaus das Neugeschäft in Russland: Im ersten Jahr ihres Bestehens sagte die Repräsentanz insgesamt 845 Mio. Euro neu zu und übertraf damit die in sie gesetzten Erwartungen.

Das außergewöhnliche Neugeschäftsergebnis hat die Bank ungeachtet der intensiven Integrationsarbeit innerhalb der Commerzbank-Gruppe erzielen können. Diese Integration ist eine "Erfolgsstory" für den deutschen Finanzmarkt, gelang sie doch reibungslos und in kürzester Zeit, ohne dass sich Commerzbank wie Eurohypo dabei temporär aus dem Markt zurückziehen mussten.

Im Geschäftsbereich PFGM (Public Finance Global Markets) betrug das Neugeschäft an Staatsfinanzierungen 16 Mrd. Euro nach 31 Mrd. EUR in 2005. Entsprechend ihrer geschäftspolitischen Ausrichtung "Ertrag vor Volumen" ist die Generierung hoher Neugeschäftsvolumina in diesem äußerst kompetitiven Markt mit hohem Margendruck unverändert nicht das primäre Ziel der Eurohypo. Dieses konzentriert sich vielmehr auf das Ergebnis vor Steuern: Aufgrund besserer Ergebnisse aus dem Hedge Accounting, im Handelsergebnis und im Ergebnis aus Finanzanlagen konnte hier mit 205 Mio. EUR ein Plus von fast 43% gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen werden.

Trotz des Neuzusagevolumens von erneut mehr als 50 Mrd. Euro ist die Steigerung der Bilanzsumme nicht Strategie der Eurohypo. "Unser Kreditbuch ist die "Drehscheibe" für unser Geschäft, dessen Basis der Buy-and-Manage-Ansatz ist", erklärte dazu Bernd Knobloch. Das unterstreicht auch das hohe Syndizierungs-volumen im Berichtsjahr.

Ausblick 2007

Insgesamt blickt die Eurohypo optimistisch in das Jahr 2007. "Das Jahr hat bereits gut begonnen. Wir setzen unsere Strategie zügig um. Das aktive Portfoliomanagement erstreckt sich über alle Geschäftsbereiche der Bank. Unser internationales Vertriebsnetz bauen wir auch mit Unterstützung der Commerzbank weiter aus. Damit stärken wir die Eurohypo weiter und sorgen gleichzeitig dafür, dass sie die weltweit führende Immobilien- und Staatsfinanzierungsbank mit einem einzigartigen Dienstleistungsangebot, einer professionellen Betreuung und den besten Lösungen für unsere Kunden bleibt. Für die Eurohypo erwarte ich 2007 eine weitere Verbesserung des Ergebnisses", sagte Knobloch, der zugleich Mitglied des Vorstands der Commerzbank ist. In dieser Funktion freut es ihn besonders, dass auf diesem Wege auch der von ihm verantwortete Geschäftsbereich Commercial Real Estate ein starker, wachstumsorientierter Arm der Großbank ist.

Vorläufiger Jahresabschluss 2006

Return on Equity *) 2006: 13,6% 2005: 11,9%

Cost Income Ratio 2006: 34,7% 2005: 35,1%

Neugeschäft insgesamt 2006: 51,2 Mrd. EUR 2005: 61,8 Mrd. EUR

Neugeschäft Immobilien 2006: 35,5 Mrd. EUR 2005: 31,2 Mrd. EUR

Syndizierungen/Verbriefungen 2006: 15,7 Mrd. EUR 2005: 13,5 Mrd. EUR

Neugeschäft Public Finance 2006: 15,7 Mrd.EUR 2005: 30,6 Mrd. EUR

*) ohne Sonderrisikovorsorge, ohne Restrukturierungsaufwand

Ausgewählte Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung

Zahlen ohne Sonderrisikovorsorge 99 Mio Euro

In Mio. EUR

Operative Erträge 2006: 1.575 2005: 1.461 Veränderung geg.Vorjahr: + 7,8 %

darunter:

  • Zinsüberschuss 2006: 1.249 2005: 1.340 Veränderung geg.Vorjahr: - 6,8 %
  • Provisionsüberschuss 2006: 177 2005: 145 Veränderung geg.Vorjahr: + 22,1 %
  • Handelsergebnis 2006: 98 2005: -28 Veränderung geg.Vorjahr: >100 %

Risikovorsorge 2006: 261 2005: 291 Veränderung geg.Vorjahr: - 10,3 %

Verwaltungsaufwendungen 2006: 547 2005: 513 Veränderung geg.Vorjahr: +6,6 %

Operatives Ergebnis 2006: 767 2005: 657 Veränderung geg.Vorjahr: + 16,7 %

Ergebnis vor Steuern 2006: 752 2005: 604 Veränderung geg.Vorjahr: + 24,6 %

Zahlen inkl. Sonderrisikovorsorge 99 Mio Euro

In Mio. EUR

Operative Erträge 2006: 1.575 2005: 1.461 Veränderung geg.Vorjahr: + 7,8 %

darunter:

  • Zinsüberschuss 2006: 1.249 2005: 1.340 Veränderung geg.Vorjahr: - 6,8 %
  • Provisionsüberschuss 2006: 177 2005: 145 Veränderung geg.Vorjahr: + 22,1 %
  • Handelsergebnis 2006: 98 2005: -28 Veränderung geg.Vorjahr: >100 %

Risikovorsorge 2006: 360 2005: 291 Veränderung geg.Vorjahr: + 23,7 %

Verwaltungsaufwendungen 2006: 547 2005: 513 Veränderung geg.Vorjahr: + 6,6 %

Operatives Ergebnis 2006: 668 2005: 657 Veränderung geg.Vorjahr: + 1,7 %

Ergebnis vor Steuern 2006: 653 2005: 604 Veränderung geg.Vorjahr: + 8,2 %

Quelle: Pressemeldung Eurohypo Aktiengesellschaft

Dieser Beitrag wurde bisher 79 mal gelesen.
(Rang 1018 auf spezialfonds-info.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

27.04.2012 | Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die erneuerbaren Energien in Deutschland in den...

weiter in Neue Energie für Bayern - WSB ...

Fortschreiten der Finanzkriese bleibt vielerorts unbemerkt

03.11.2011 | Die Euro Finanzkrise ist aktuell jeden Tag das Hauptthema in den Nachrichten. Gerade hat Angela Merkel dem...

weiter in Fortschreiten der Finanzkriese ...

NÜRNBERGER Leben erneut mit Bestnoten ausgezeichnet

24.10.2011 | Die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG (NLV) sieht sich auf die Einführung neuer Eigenkapitalvorschriften im...

weiter in NÜRNBERGER Leben erneut mit ...

Kaldemorgen im Konzentrat

07.06.2011 | Erstmalig trägt ein DWS-Fonds den Namen des Fondsmanagers: DWS Concept Kaldemorgen (DWSK00). Hauptsächlich mit...

weiter in Kaldemorgen im Konzentrat ...

Importpreise April 2011: + 9,4% gegenüber April 2010

26.05.2011 | Der Index der Einfuhrpreise lag im April 2011 um 9,4% über dem Vorjahresstand. Im März 2011 hatte die...

weiter in Importpreise April 2011: + 9,4% ...



Aktuelles

Welche Spezialfonds sollte man kennen?

Die Welt der Fonds ist vergleichsweise unübersichtlich. Doch...

weiter ...

Endlich Vollständig

Die KUKA Roboter GmbH präsentiert auf der IREX in Japan die...

weiter ...

Weitere Themen

Eine ausgezeichnete Woche für juwi

Projektentwickler erhält Sustainability Award und...

weiter ...

Generali Deutschland Immobilien beauftragt Facility Management Unternehmen

Die Generali Deutschland Immobilien GmbH hat gemeinsam mit...

weiter ...

Archiv

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

Fortschreiten der Finanzkriese bleibt vielerorts unbemerkt

Die Euro Finanzkrise ist aktuell jeden Tag das Hauptthema in...

weiter ...

Verschiedenes

EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet

EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim...

weiter ...

Tagesgeld.info vergleicht aktuelle Tagesgeldkonten miteinander

Die Finanzkriese lässt viele Anleger ihr Anlageverhalten...

weiter ...