Erfolgreiches 1. Quartal 2010 für die HVB Group
Die HypoVereinsbank (nachfolgend auch UniCredit Bank AG nach Änderung der Firma am 15. Dezember 2009) legt heute ihre Ergebnisse für das 1. Quartal 2010 vor. Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2010 wird auf der HVB Investor Relations Website im Internet unter www.hvb.de/ir veröffentlicht.
Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2010:
In einem insgesamt immer noch schwierigen, gegenüber dem ersten Quartal 2009 jedoch spürbar erholten Marktumfeld, erwirtschaftete die HVB Group im ersten Quartal 2010 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 694 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €). Dies ist das beste Quartalsergebnis seit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2008. Besonders erfreulich ist das starke operative Ergebnis von 1.044 Mio. €, das nahtlos an die bereits guten Ergebnisse der Vorquartale anknüpft. Gegenüber dem von der Finanzkrise noch stärker belasteten Vorjahreswert (452 Mio. €) hat sich das operative Ergebnis mehr als verdoppelt, die operativen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 45,7% auf 1.903 Mio. € gestiegen. Diese Zunahme der operativen Erträge beruht neben einem kräftigen Anstieg des Provisionsüberschusses um rd. 26% vor allem auf dem guten Handelsergebnis in Höhe von 440 Mio. €, nachdem sich im Vorjahresquartal auf Grund der Belastungen aus der Finanzkrise noch ein Handelsverlust (-261 Mio. €) ergab. Gemeinsam mit nahezu unveränderten Verwaltungsaufwendungen (+0,6%) führt das operative Ergebnis zu einer signifikanten Verbesserung der Cost-Income-Ratio auf 45,1%. Die Kreditrisikovorsorge der HVB Group beläuft sich auf Grund des schwierigen Kreditumfelds im ersten Quartal auf 372 Mio. € (Vorjahr: 283 Mio. €).
Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank: "Die wirtschaftlichen Bedingungen sind nach wie vor herausfordernd und die Kapitalmärkte volatil. In diesem weiterhin schwierigen ökonomischen Umfeld hat die HypoVereinsbank erneut ihre Ertragsstärke bewiesen und im ersten Quartal 2010 ein sehr gutes Ergebnis vor Steuern erzielt. Besonders erfreulich ist, dass dazu alle operativen Divisionen sowohl mit positiven Ergebnissen vor Steuern als auch Ergebnissteigerungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum beigetragen haben. Entscheidend für die erfreuliche Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2010 war jedoch ein starkes operatives Geschäft im Bereich Corporate und Investment Banking."
Dr. Theodor Weimer fügte hinzu: "Angesichts der neueren Entwicklungen im Euroraum rechnen wir nicht damit, dass sich die Ertragsdynamik des ersten Quartals 2010 in gleichem Umfang auch in den nächsten drei Quartalen beibehalten lässt. Wir erwarten, dass sich die operativen Erträge weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln könnten."
Die Division Corporate & Investment Banking konnte trotz der gegenüber dem Vorjahr deutlich um 61% auf 344 Mio. € gestiegenen Kreditrisikovorsorge ihr Ergebnis vor Steuern auf 531 Mio. € steigern, es liegt damit um 454 Mio. € über dem Vorjahresergebnis (77 Mio. €). Ursächlich für diese Verbesserung sind ein starker Anstieg im Provisionsüberschuss sowie die kräftige Erholung des Handelsergebnisses. Auch die Divisionen Privat- und Geschäftskunden und Private Banking (vormals Wealth Management) konnten im ersten Quartal 2010 trotz der weiterhin spürbaren Zurückhaltung der Anleger das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr steigern. Zu dieser Entwicklung trugen insbesondere ein höherer Provisionsüberschuss und eine günstigere Entwicklung der Kreditrisikovorsorge bei.
Die HVB Group hat ihre exzellente Kapitalausstattung in den ersten drei Monaten weiter verbessern können. So stieg das bilanzielle Eigenkapital gegenüber dem Jahresende 2009 um 0,5 Mrd. € auf 24,1 Mrd. €. Die Leverage Ratio zum 31. März 2010 blieb mit 15,7 gegenüber dem infolge gezielter Deleveraging Maßnahmen erreichten Wert von 15,4 per Ende Dezember 2009 nahezu unverändert. Die Kernkapitalquote (Tier-1 Ratio) gemäß Basel II lag per 31. März 2010 mit 17,1% nach 17,8% zum Jahresende 2009 weiterhin sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich auf einem hervorragenden Niveau.
Die HVB Group verfügte auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres unverändert über eine adäquate Liquiditätsausstattung und eine solide Finanzierungsstruktur. Das Refinanzierungsrisiko war auf Grund der breiten Refinanzierungsbasis bezüglich der Produkte, Märkte und Investorengruppen weiterhin gering, sodass eine angemessene Refinanzierung des Aktivgeschäfts jederzeit gegeben war. Pfandbriefe stellten dabei mit ihrer sehr guten Bonität und Liquidität ein unverändert wichtiges Refinanzierungsinstrument dar. Die Liquiditätskennziffer der UniCredit Bank AG (HVB) nach § 11 KWG lag per Ende März 2010 mit 1,40 (Jahresultimo 2009: 1,43) weiterhin auf einem hohen Niveau.
Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank, weiter: "Mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell, der hohen Kapitalausstattung, der soliden Finanzierungsbasis sowie unserer guten Marktposition in allen Kerngeschäftsfeldern bleibt die HVB Group ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden. Als integraler Bestandteil der UniCredit Group, einer der größten und leistungsstärksten Bankengruppen Europas, sind wir als HVB Group einzigartig positioniert und können unsere regionalen Stärken im internationalen Netzwerk der UniCredit Group für unsere Kunden nutzen."
Wesentliche GuV-Positionen:
Zinsüberschuss:
Der gesamte Zinsüberschuss verringerte sich per Ende März 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 207 Mio. € bzw. 16,8% auf 1.025 Mio. €. Dabei reduzierte sich der Überschuss aus dem originären Zinsgeschäft um 207 Mio. € auf 1.010 Mio. €, hauptsächlich durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen handelsinduzierten Zinsen. Diese Entwicklung wirkte sich in der Division Corporate & Investment Banking aus, die einen Rückgang des originären Zinsüberschusses um 237 Mio. € verzeichnete. Auch in den Divisionen Privat- und Geschäftskunden und Private Banking war der Zinsüberschuss im Wesentlichen auf Grund von sinkenden Zinsmargen insbesondere im Passivgeschäft rückläufig. Die im ersten Quartal 2010 vereinnahmten Erträge aus "Dividenden und ähnliche Erträge aus Kapitalinvestitionen" blieben mit 15 Mio. € gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Provisionsüberschuss:
Der Provisionsüberschuss entwickelte sich sehr erfreulich und erhöhte sich im ersten Quartal 2010 deutlich um 26,4% auf 373 Mio. € gegenüber dem Vorjahresergebnis. Dazu konnten alle operativen Divisionen trotz der aus der Finanzkrise resultierenden anhaltenden Zurückhaltung der Kunden mit gegenüber dem Vorjahr steigenden Provisionsergebnissen beitragen. Die deutliche Erhöhung des Provisionsüberschusses ist in der kräftigen Zunahme des Provisionsergebnisses aus Management-, Makler- und Consultingdienstleistungen um 52,2% auf 207 Mio. € begründet. Ebenso stiegen die Provisionseinnahmen aus dem Kreditgeschäft um 27,6% auf 111 Mio. €, insbesondere auf Grund von höheren Einnahmen im Bereich Corporate Finance in der Division Corporate & Investment Banking.
Handelsergebnis:
Das Handelsergebnis der HVB Group der ersten drei Monate 2010 lag in einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt deutlich günstigeren Marktumfeld auf dem erfreulichen Niveau von 440 Mio. €. Im Vorjahr entstand infolge der Belastungen aus den erheblich schwierigeren Marktverhältnissen im Zusammenhang mit der Finanzkrise noch ein Handelsverlust in Höhe von 261 Mio. €. Zum guten Handelsergebnis des ersten Quartals 2010 führten die auf 339 Mio. € gestiegenen Nettogewinne aus Finanzinstrumenten, die dem Handelsbestand zugeordnet sind (Vorjahr: -106 Mio. €). Dabei konnten vor allem in den Bereichen Fixed Income (festverzinsliche und währungsbezogene Produkte) und Equities (Aktien und Indexprodukte) deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden. Daneben wirkte sich der Effekt aus dem im ersten Quartal 2010 erfolgten teilweisen Rückkauf von Hybridkapital im sonstigen Handelsergebnis (81 Mio. €) positiv aus. Das Ergebnis aus den der Fair-Value-Option zugeordneten Beständen belief sich nach den ersten drei Monaten 2010 auf 8 Mio. €, nachdem es im Vorjahr auf Grund von Spreadausweitungen, insbesondere bei Staatsanleihen, negativ ausfiel (-155 Mio. €).
Verwaltungsaufwand:
Die gesamten Verwaltungsaufwendungen zeigen weiterhin die Erfolge des nachhaltigen Kostenmanagements und blieben mit 859 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (854 Mio. €). Durch die im Vorjahr erfolgte Einbringung der HVB Information Services GmbH & Co KG (HVB IS) in die UniCredit Global Information Services S.p.A. (UGIS) und weitere Outsourcing-Maßnahmen kam es darüber hinaus zur Verlagerung von Personalaufwendungen zu den Anderen Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere deshalb reduzierte sich der Personalaufwand um 15 Mio. € auf 452 Mio. €, während sich die Anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen um 20 Mio. € auf 407 Mio. € erhöhten.
Operatives Ergebnis:
Trotz des rückläufigen Zinsüberschusses und der weiterhin herausfordernden Marktsituation erzielte die HVB Group mit 1.044 Mio. € ein erfreulich positives operatives Ergebnis, das an die guten Ergebnisse der Vorquartale anknüpfen konnte. Gegenüber dem von der Finanzkrise noch deutlich belasteten Vergleichszeitraum konnte das Ergebnis mehr als verdoppelt werden (Q1/2009: 452 Mio. €). Die Cost-Income-Ratio liegt nach den ersten drei Monaten 2010 auf dem ausgezeichneten Wert von 45,1% und verbesserte sich signifikant, insbesondere als Folge der operativen Ergebnissteigerungen im Provisionsüberschuss und im Handelsergebnis, sowohl gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum (65,4%) als auch gegenüber dem bereits erfreulichen Wert des gesamten Geschäftsjahres 2009 (50,0%).
Kreditrisikovorsorge:
Die Kreditrisikovorsorge erhöhte sich im ersten Quartal 2010 im anhaltend schwierigen Kreditumfeld gegenüber dem Vorjahr (283 Mio. €) auf 372 Mio. € und bewegt sich damit im Rahmen der im Geschäftsbericht 2009 der HVB dargelegten Erwartungen. Von dieser Entwicklung ist konjunkturbedingt insbesondere die Division Corporate & Investment Banking aus dem Geschäft mit Firmenkunden betroffen. Günstiger verlief dagegen die Entwicklung der Kreditrisikovorsorge bei den übrigen operativen Divisionen Privat- und Geschäftskunden und Private Banking, wie bereits im Geschäftsjahr 2009, mit jeweils gegenüber dem Vorjahr reduzierten Vorsorgeaufwendungen.
Finanzanlageergebnis:
Das Finanzanlageergebnis belief sich per Ende März 2010 auf 27 Mio. € nach -7 Mio. € im Vorjahreszeitraum und resultiert dabei aus den Verkaufs- und Bewertungsgewinnen aus AfS-Finanzinstrumenten.
Ergebnis vor Steuern, Ertragsteuern und Konzern-Jahresüberschuss:
Beim Ergebnis vor Steuern der ersten drei Monate erzielte die HVB Group auf Grund der guten operativen Ergebnisentwicklung mit 694 Mio. € (Vorjahr 94 Mio. €) ein sehr gutes Ergebnis, das den höchsten Quartalsbeitrag seit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2008 darstellt. Der Ertragsteueraufwand stieg im ersten Quartal 2010 auf 234 Mio. € nach 31 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies ist hauptsächlich auf die bessere Ergebnisentwicklung in 2010 zurückzuführen. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete die HVB Group in den ersten drei Monaten 2010 einen Konzernüberschuss in Höhe von 460 Mio. €. Im Vorjahr hatte die HVB Group einen Konzernüberschuss von 63 Mio. € ausgewiesen.
Ergebnisse nach Division/Segment:
Zum sehr guten Ergebnis vor Steuern der HVB Group in Höhe von 694 Mio. € haben die Segmente
Corporate & Investment Banking 531 Mio. €
Privat- und Geschäftskunden 20 Mio. €
Private Banking (Wealth Management) 19 Mio. €
Sonstige/Konsolidierung 124 Mio. €
beigetragen.
Division Corporate & Investment Banking:
Die Division Corporate & Investment Banking erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 operative Erträge in Höhe von 1.279 Mio. € und konnte damit den Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von 760 Mio. € deutlich übertreffen. Bei leicht gestiegenem Verwaltungsaufwand erhöhte sich das operative Ergebnis im ersten Quartal 2010 auf 845 Mio. € nach 354 Mio. € im Vorjahr. Der Zinsüberschuss ermäßigte sich gegenüber dem Vorjahr um 234 Mio. € auf 697 Mio. €. Dieser Rückgang geht im Wesentlichen auf gesunkene handelsinduzierte Zinsen im Rahmen des gezielten Abbaus von Handelsaktiva (Deleveraging) zurück. Erfreulich entwickelte sich der Provisionsüberschuss mit einem Anstieg um 58 Mio. € auf 183 Mio. €. Dazu tragen insbesondere die Erträge aus Projekt- und strukturierten Finanzierungen bei.
Ganz wesentlich hat sich das Handelsergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Ergebnis in Höhe von 373 Mio. € konnte vor allem in den Bereichen Fixed Income (festverzinsliche und währungsbezogene Produkte) und Equities (Aktien und Indexprodukte) erzielt werden, nachdem sich im Vorjahr auf Grund der deutlich schwierigeren Marktverhältnisse (unter anderem Bewertungsaufwendungen bei ABS-Produkten) und Spreadausweitungen bei Staatsanleihen (Fair-Value-Option) noch ein Handelsverlust in Höhe von -296 Mio. € ergeben hatte.
Trotz der Erhöhung des Verwaltungsaufwands um fast 7% auf -434 Mio. € (1. Quartal 2009: -406 Mio. €) verbesserte die Division ihre Cost-Income-Ratio auf ein gutes Niveau von 33,9% (1. Quartal 2009: 53,4%).
Die Kreditrisikovorsorge des ersten Quartals 2010 stieg auf Grund des weiterhin schwierigen Kreditumfelds auf -344 Mio. € (1. Quartal 2009: -214 Mio. €) an. Im Finanzanlageergebnis sind Verkaufsgewinne aus Private Equity Funds enthalten. Insgesamt erzielte die Division im ersten Quartal 2010 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 531 Mio. € (1. Quartal 2009: 77 Mio. €).
Division Privat- und Geschäftskunden:
Die operativen Erträge der Division Privat- und Geschäftskunden reduzierten sich in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 8%. Dabei ermäßigte sich der Zinsüberschuss um rund 18% auf 212 Mio. € im Wesentlichen aus niedrigeren Zinsmargen im Einlagengeschäft. Im Aktivgeschäft führten Volumensrückgänge insbesondere im Immobilienfinanzierungsgeschäft zu einem Rückgang des Zinsüberschusses. Trotz der weiterhin zu beobachtenden Zurückhaltung der Kunden als Folge der Finanzkrise stieg der Provisionsüberschuss um 13 Mio. € bzw. 10%. Diese erfreuliche Entwicklung resultiert zum einen aus einem besseren Wertpapiergeschäft, getragen von der verstärkten Nachfrage nach mandatierten Produkten wie zum Beispiel dem innovativen "HVB Vermögensdepot privat", zum anderen aus dem erfolgreichen Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten sowie aus einem gestiegenen Absatz von Bausparprodukten. Hierzu trägt die neue Kooperation mit der Wüstenrot Bausparkasse AG erfolgreich bei.
Der Rückgang der operativen Erträge wurde zum Teil durch die infolge des konsequenten Kostenmanagements erzielten Einsparungen beim Verwaltungsaufwand kompensiert. Innerhalb der Verwaltungsaufwendungen ermäßigten sich sowohl der Personalaufwand - aus der Reduzierung des Personalstands - als auch die anderen Verwaltungsaufwendungen. Das operative Ergebnis des ersten Quartals 2010 reduzierte sich gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 15 Mio. € auf 31 Mio. €, konnte jedoch das Ergebnis des vierten Quartals 2009 um 10 Mio. € übertreffen. Auf Grund des auf 12 Mio. € (1. Quartal 2009: 36 Mio. €) reduzierten Kreditrisikovorsorgeaufwands erwirtschaftete die Division Privat- und Geschäftskunden im ersten Quartal 2010 einen Anstieg beim Ergebnis vor Steuern um 25% auf 20 Mio. €.
Division Private Banking:
Die Division Wealth Management wurde Anfang 2010 in Division Private Banking umbenannt. Mit der einheitlichen Namensgebung als Teil der Private Banking Division der UniCredit Group wird damit auch nach außen die Zugehörigkeit zu einer der größten und marktführenden Adressen im Private Banking in Europa signalisiert. Unter weiterhin schwierigen Marktbedingungen blieb das operative Geschäftsergebnis im ersten Quartal 2010 mit 20 Mio. € auf Vorjahreshöhe. Die operativen Erträge verminderten sich leicht um 3 Mio. € auf 63 Mio. €, was auf den gesunkenen Zinsüberschuss zurückzuführen ist. Dieser Rückgang resultiert ausschließlich aus der ungünstigen Marktzinsentwicklung, während die durchschnittlichen Einlagenvolumina konstant blieben. Erfreulich hingegen entwickelte sich der Provisionsüberschuss mit einem Anstieg um 3 Mio. € auf 43 Mio. €. Obwohl das Kundenverhalten auf Grund der anhaltenden Verunsicherung infolge der Finanzkrise weiterhin zurückhaltend ist, konnte im ersten Quartal 2010 das beste Provisionsergebnis seit dem vierten Quartal 2008 erreicht werden.
Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 3 Mio. € auf 43 Mio. € infolge konsequenten Kostenmanagements auf Grund verringerter Sachaufwendungen. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich dadurch leicht um 1,4 Prozentpunkte auf 68,3%. Insgesamt erwirtschaftete die Division Private Banking im ersten Quartal 2010 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 19 Mio. €, das leicht über dem Vorjahresergebnis von 18 Mio. € liegt.
Segment Sonstige/Konsolidierung:
Das Segment Sonstige/Konsolidierung beinhaltet das Group Corporate Center, Global Banking Services sowie die Konsolidierungseffekte. In Global Banking Services ist auch das in 2006 definierte Special Credit Portfolio einschließlich der Restbestände aus dem Real Estate Restructuring Kundenportfolio enthalten. Die operativen Erträge dieses Segments erhöhten sich im ersten Quartal 2010 um 114 Mio. € auf 202 Mio. € (1. Quartal 2009: 88 Mio. €). Darin enthalten sind unter anderem auch Gewinne, die im Zusammenhang mit dem Rückkauf von Hybridkapital entstanden sind sowie ein höheres Ergebnis aus dem Aktiv-/Passivmanagement. Bei um 2 Mio. € leicht rückläufigen Verwaltungsaufwendungen ergibt sich ein operatives Ergebnis in Höhe von 148 Mio. € (1. Quartal 2009: 32 Mio. €).
Die Zuführungen zur Kreditrisikovorsorge in diesem Segment stammen ausschließlich aus dem Special Credit Portfolio (einschließlich dem Real Estate Restructuring Kundenportfolio) und ermäßigten sich im Berichtsquartal gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 16 Mio. € auf 15 Mio. €. Auf Grund der gestiegenen operativen Erträge und der geringeren Risikovorsorge verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern im Berichtsquartal um 141 Mio. € auf 124 Mio. € (1. Quartal 2009: -17 Mio. €).
Quelle: Pressemeldung Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG
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