Deutsche Unternehmer: "2 Grad sind machbar"
Auch ein Jahr nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm bleibt eine effektive und effiziente Klimaschutzpolitik eine dringliche Aufgabe. Mit dem anstehenden G8-Gipfeltreffen in Japan kann die Politik richtungweisende Rahmenbedingungen für den Klimaschutz setzen. Die Weiterentwicklung der nationalen Klima- und Energiestrategie ist ein wichtiger Beitrag Deutschlands, mit dem andere Nationen für die Begrenzung und Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen gewonnen werden können.
Die Mitglieder der Initiative "2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" - deutsche Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Familienunternehmer - unterstützen die Bundesregierung bei der Umsetzung marktwirtschaftlicher und effizienter Rahmenbedingungen für den Klimaschutz und rufen zu einem wirksamen Zusammenspiel von Unternehmern, Politik, Wissenschaft und den Bürgern auf. Benannt ist die "2°"-Initiative nach ihrem wichtigsten Ziel: Die globale Erderwärmung auf durchschnittlich 2° C zu beschränken.
"Klimabrücken" schaffen grenzüberschreitende Impulse
Nach Überzeugung der Initiative sind Unternehmer gefordert, mit technologischen Innovationen und aktivem Handeln voranzugehen. Die Innovationskraft mittelständischer Unternehmer müsse noch stärker in das Projekt Klimaschutz einbezogen werden und es sollten technologische Vorzeigeprojekte geschaffen werden. Dabei seien auch Lösungen zu entwickeln, die insbesondere im Hinblick auf ihren Einsatz in Schwellenländern einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die "2°"-Mitglieder sprechen sich dafür aus, nationale und internationale Rahmenbedingungen soweit möglich marktwirtschaftlich zu gestalten. Der internationale Handel von Verschmutzungsrechten müsse zu einem umfassenden, soliden und effizienten Baustein der Klimaschutzpolitik ausgebaut werden. Transnationale "Klimabrücken" zwischen der EU und anderen Wirtschaftsregionen seien zu stärken, um den internationalen Klimaverhandlungen den nötigen Impuls zu geben.
Chancen für Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt
Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE: "Bei den anstehenden internationalen Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll brauchen wir ein klares Signal für deutliche Emissionsminderungen, damit wir das 2-Grad-Ziel erreichen können. Insbesondere für den Technologie- und Innovationsstandort Deutschland bietet der Übergang zu einer 'CO2-armen Wirtschaft' die Chance auf zukunftssichere Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum."
Verbraucher, so die "2°"-Initiative, müssen für klimafreundliche Produkte gewonnen werden. Die Klimaziele können nur erreicht werden, wenn Konsumenten den Klimaschutz im Alltag nicht ignorieren und Vorreiterprodukte und -unternehmen belohnt werden. Das Fazit der für den Klimaschutz engagierten Unternehmer: Klimaschutz kann zwar nicht allein von Deutschland aus erreicht werden, sondern bedarf der europäischen und internationalen Kooperation. Deutschland kann anderen Volkswirtschaften, insbesondere den schnell wachsenden Schwellenländern aber ein Beispiel liefern, dass sich Klimaschutz lohnt
Quelle: Pressemeldung Allianz SE
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