Beiersdorf spürt weltweite Kaufzurückhaltung
Die weltweite Wirtschaftskrise beeinträchtigte auch im Beiersdorf-Konzern das erste Quartal 2009. Insbesondere bei tesa machte sich der teilweise sehr starke Rückgang bei wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobil- und Elektronikindustrie deutlich bemerkbar. Im Markt der Haut- und Schönheitspflege ergab sich im ersten Quartal ein sehr heterogenes Bild. Bis auf Deutschland waren die Märkte in den großen Industrieländern überwiegend rückläufig. In den Wachstumsmärkten wie z.B. China, Brasilien und Osteuropa hat sich das Wachstum deutlich verlangsamt.
Nach vorläufigen Zahlen lag der Umsatz für den Konzern im ersten Quartal 2009 im schwierigen Umfeld auf vergleichbarer Basis zum Vorjahresquartal - d.h. bereinigt um Wechselkursveränderungen sowie um die Effekte aus dem Verkauf von BODE Chemie und des Futuro-Geschäfts - um 4,0 % unter dem Vorjahresumsatz. Der Umsatz betrug nominell 1.438 Mio. Euro (Vorjahresumsatz 1.523 Mio. Euro). Das betriebliche Ergebnis (EBIT) lag bei etwa 145 Mio. Euro (Vorjahr ohne Sondereffekte: 195 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Rendite von etwa 10,1 % (Vorjahr: 12,9 %).
"Unsere globalen Consumer Märkte entwickeln sich uneinheitlich und sind von Kaufzurückhaltung geprägt. Dennoch konnten wir das Consumer-Geschäft im ersten Quartal auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten", sagte Thomas-B. Quaas, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG heute in Hamburg. "Nach unserem aktuellen Kenntnisstand rechnen wir mit einem leicht rückläufigen Weltmarkt. Wir sind allerdings zuversichtlich, auch in 2009 stärker zu wachsen als der Markt und rechnen daher mit einer leicht über dem Vorjahr liegenden Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich Consumer. Auf der Basis unserer guten Finanzkraft werden wir weiter in den Markt investieren und streben dabei an, die Consumer Umsatzrendite in diesem schwierigen Umfeld bei über 10 % zu halten."
Für den Unternehmensbereich Consumer lag der vergleichbare Umsatz im ersten Quartal 2009 mit einer Entwicklung von minus 0,5 % etwa auf dem sehr hohen Vorjahresniveau. In vielen Märkten war die Umsatzentwicklung durch den Bestandsabbau bei den Handelspartnern gebremst. Der nominale Umsatz lag bei 1.267 Mio. Euro (Vorjahr 1.299 Mio. Euro). Das betriebliche Ergebnis ging auf etwa 144 Mio. Euro (Vorjahr 171 Mio. Euro) zurück, die EBIT-Rendite erreichte etwa 11,3 % (Vorjahr 13,2 %).
Der Unternehmensbereich tesa erreichte im ersten Quartal 2009 bei einem organischen Umsatzrückgang von 23,8 % einen Umsatz in Höhe von 171 Mio. Euro und lag damit um 53 Mio. Euro unter dem Vorjahresumsatz (224 Mio. Euro). tesa ist dort besonders stark von der Krise betroffen, wo auch die industriellen Kunden Geschäftseinbußen erleiden, wie in der Automobil- und Elektronikindustrie. Das EBIT ging um etwa 23 Mio. Euro auf etwa 1 Mio. Euro zurück.
"Für tesa erwarten wir im laufenden Jahr eine Fortdauer der schwierigen Umsatzentwicklung", so Thomas-B. Quaas. Deshalb plane man weitere Maßnahmen einzuleiten, um die strukturelle Ertragskraft von tesa sicherzustellen, so Quaas weiter. Zugleich würden die geplanten Investitionen in neue Technologien zur langfristigen Stärkung der Position von tesa im Weltmarkt konsequent fortgeführt. Operativ werde im laufenden Jahr ein leicht positives Ergebnis erwartet.
Der Zwischenbericht für die Monate Januar bis März 2009, in dem Beiersdorf über die genaue Entwicklung des ersten Quartals 2009 berichtet, wird am 5. Mai 2009 veröffentlicht.
Quelle: Pressemeldung Beiersdorf AG
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