BIG mit nahezu ausgeglichenem Geschäftsergebnis

09.08.2004 | Dortmund
Während viele Kassen im vergangenen Jahr weiter in die Schuldenfalle rutschten, konnte die BIG, entgegen dem Trend, ihren Rückstand aus dem Vorjahr nahezu ausgleichen. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2003 hatte Vorstand Frank Neumann das Defizit der Kasse um 4 Mio. Euro senken können. Damit erreichte die BIG ein nahezu ausgeglichenes Geschäftsergebnis.

"Das Jahresergebnis hat gezeigt, dass die Entscheidung zur Beitragssatzerhöhung im Januar 2003 zum richtigen Zeitpunkt gefallen ist", so Neumann. Dabei ist die Direktkrankenkasse auch mit 13,1 Prozent weiterhin eine der bundesweit günstigsten Krankenkassen.

"Der BIG ist die Fortsetzung ihrer seriösen Finanzpolitik, trotz niedrigem Beitragssatz und insgesamt steigender Kosten im Gesundheitswesen, gelungen", so Mareice Rüschmeier, Verwaltungsratsvorsitzende der BIG. Etliche Krankenkassen hätten schmerzliche Erfahrungen gesammelt und mussten ihre zu knapp kalkulierten Beiträge im Laufe des Jahres kräftig erhöhen. Die Zeche zahle der Verbraucher, denn in Zukunft müsse ein erheblicher Teil der Beitragseinnahmen für die Zinslast verwendet werden.

Mit 193,3 Mio. Euro führte die BIG auch 2003 knapp die Hälfte ihrer Beitragseinnahmen in den Ausgleichstopf der Kassen ab. Für Leistungen wurde nur wenig mehr, insgesamt 194,45 Mio. Euro, ausgegeben. Demgegenüber entfielen weiterhin nur 2,5 Prozent der Ausgaben auf die Verwaltung. Mit 81 Euro pro Mitglied liegt die BIG damit weit unter dem Durchschnitt der Gesetzlichen Krankenversicherung (161 Euro).

"Mit 48,6 Prozent belastet der Risikostrukturausgleich (RSA) die Ausgabenseite der BIG weiterhin in unverhältnismäßiger Weise. Im Zuge der Reformdebatte wurden die Fragen zum RSA von der Bundesregierung lediglich an eine Arbeitsgruppe des Bundes und der Länder weitergegeben", bemängelte Rüschmeier die fehlende Reform des milliardenschweren Finanzausgleichs.

Die Gesamteinnahmen 2003 betrugen 396,6 Mio. Euro, die Gesamtausgaben 397,6 Mio. Euro. Eine besondere Ausgabensteigerung war erneut im Bereich der ärztlichen Versorgung zu verzeichnen. So stiegen hier die Kosten von 263,63 Euro je Mitglied in 2002 auf 367,22 Euro in 2003. Insgesamt stiegen die Leistungsausgaben bei der BIG im Berichtsjahr um rund 18,2 Prozent - bei einem Mitgliederwachstum von 14 Prozent. Angekündigte Leistungseinschränkungen bei Arzneien, sowie bei Brillen und Zahnersatz führten auch bei der BIG im letzten Quartal 2003 zu so genannten Vorzieheffekten mit enormer Kostenwirkung.

Weiterhin erfreulich entwickelte sich das Mitgliederwachstum. Während die Traditionskassen starke Abwanderungen hinnehmen mussten, konnte die BIG im Laufe des Jahres erneut 15.000 Neuversicherte begrüßen. Derzeit verzeichnet die BIG 136.000 Mitglieder.

Quelle: Pressemeldung BundesInnungskrankenkasse Gesundheit, kurz: BIG direkt gesund

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