BHW trotzt schwacher Konjunktur
Der BHW Konzern ist mit einem starken Neugeschäft in die ersten vier Monate dieses Jahres gestartet und hat sich damit erneut von der negativen Marktentwicklung abgekoppelt. Auf der Hauptversammlung der BHW Holding AG in Berlin konnte Konzernchef Reinhard Wagner zugleich auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2001 zurückblicken. Er sieht darin eine Bestätigung der strategischen Ausrichtung des Konzerns auf die Kernkompetenz "Private Vorsorge". Vor allem im Geschäftsfeld "Private Baufinanzierung" habe BHW erneut Marktanteile hinzugewonnen. Ebenso konnte die Unternehmensgruppe im Feld "Privater Vermögensaufbau" - hier vor allem der Bereich Lebens- und Rentenversicherungen - kräftig zulegen. Mit 183,6 Mio. Euro habe der BHW Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen seine Ertragsprognosen für das Jahr 2001 erfüllt.
Dividende steigt erneut
Am erfolgreichen Geschäftsverlauf partizipieren die Aktionäre der BHW Holding AG mit einer erneuten Dividendenerhöhung um 2,0 Prozent auf 0,60 Euro (Vorjahr 1,15 DM). Die Hauptversammlung bestätigte den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung.
Einem erneuten Vorratsbeschluss zum Rückkauf eigener Aktien stimmte die Hauptversammlung ebenfalls zu. Mit maximal bis zu 10 Prozent eigener Aktien will sich BHW damit die Option offen halten, institutionellen Investoren im In- und Ausland Anteile der Gesellschaft anzubieten oder Beteiligungen im Tausch gegen eigene Aktien zu erwerben.
Wachstumskurs setzt sich in den ersten Monaten fort
Das Neugeschäft des BHW Konzerns hat sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres weiter positiv entwickelt. So haben die beiden Bausparkassen im Geschäftsfeld "Private Baufinanzierung" einen Zuwachs von knapp 18 Prozent erzielt. Dabei stieg das Bauspargeschäft um 16,7 Prozent, während die bausparun-abhängigen Finanzierungen um rund 20 Prozent zulegten. Wagner bezeichnete dies als exzellente Ergebnisse angesichts der erheblich verschlechterten Lage im privaten Wohnungsbau. Es werde allerdings schwer, sich dauerhaft vom Marktgeschehen abzukoppeln.
Im Geschäftsfeld "Privater Vermögensaufbau" belief sich die Umsatzsteigerung auf rund fünf Prozent. Dabei stieg die Anzahl der neu abgeschlossenen Lebensversicherungen um über 60 Prozent, die Vertragssumme wuchs um 9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren die Riester-Verträge mit relativ niedrigen Abschluss-Summen.
Stabile Ertragsentwicklung
Mit der Ausrichtung des Unternehmens auf die Private Vorsorge habe BHW die Voraussetzungen geschaffen, auf unterschiedliche Marktbedingungen rasch zu reagieren. Die beiden Geschäftsfelder "Private Baufinanzierung" und "Privater Vermögensaufbau" böten dem Vertrieb flexible Steuerungsmöglichkeiten auf aktuelle Wachstumspotenziale.
Die Ergebnisentwicklung für die ersten vier Monate bezeichnete Wagner als zufrieden stellend. Sie bewege sich auf dem hohen Vorjahresniveau und damit im Rahmen der Planungen. Er erwarte - trotz schwieriger Marktverfassung und sofern keine unvorhersehbaren Zinsvolatilitäten einträten - für das laufende Jahr ein wiederum zufrieden stellendes Konzernergebnis.
Forderungen an die Politik
Klare Forderungen richtete Wagner an die Politik: Die Eigenheimzulage als bewährte Förderung des privaten Eigenheimbaus müsse in der Höhe des derzeitigen Fördervolumens erhalten bleiben. Bei einer Verschlechterung drohe dem privaten Wohnungsbau in Deutschland ein Kollaps mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Bei der "Riester-Förderung" seien dringend Nachbesserungen erforderlich, um die Akzeptanz der privaten Alterssicherung zu steigern. Unter anderem forderte Wagner eine drastische Vereinfachung der bürokratischen Vorschriften sowie eine bessere Aufklärung der Bevölkerung durch die Bundesregierung.
Kontakt:
Norbert L. Esser
nesser@bhw.de
+ 49 (0) 5151 18 2333
Matthias Schnabel
mschnabel@bhw.de
+ 49 (0) 5151 18 4119
Quelle: Pressemeldung BHW Bausparkasse AG
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