Air Berlin erzielt im zweiten Quartal ein EBIT von 17,6 Millionen Euro

25.08.2009 | Berlin
Stärkung der Liquidität wirkt sich positiv auf die Bilanz aus

Der Konzernumsatz der Air Berlin PLC ist im 2. Quartal 2009 wegen geplanter Kapazitätskürzungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 868,9 Millionen Euro um 3,8 Prozent auf 836,2 Millionen Euro gesunken. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Leasingaufwand (EBITDAR) erreichte im Berichtsquartal 134,9 nach 131,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT stieg um 33 Prozent auf 17,6 Millionen nach 13,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Netto-Ergebnis beträgt im zweiten Quartal 2009 7,1 Millionen nach 7,8 Millionen Euro im Vergleichsquartal. Die Zahl der Fluggäste ging im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 7,245 Millionen zurück. Das ist ein kleinerer Rückgang als es der europäische Branchenschnitt ausweist.

Im ersten Halbjahr 2009 wurden 5,8 Prozent weniger Passagiere befördert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Passagierzahl sank von 13,5 auf 12,7 Millionen. Wegen der gesunkenen Nachfrage wurden vor allem im Europa-Linien- und Interkontinental-Geschäft Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Dennoch konnte die Air Berlin ihre relative Marktposition in Europa weiter verbessern. Die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) gingen um 10,5 Prozent von 26,9 auf 24,1 Milliarden zurück. Der Umsatz je verkauftem Passagierkilometer stieg gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 7,33 um 13,4 Prozent auf 8,31 Eurocent. Die Auslastung der 128 eingesetzten Flugzeuge sank um 2,3 Prozentpunkte von 77,1 auf 74,8 Prozent. Der Konzernumsatz ging von 1,522 auf 1,497 Milliarden Euro zurück.

Unter Einbeziehung ihrer Tochtergesellschaften LTU und Belair erwirtschaftete Air Berlin im ersten Halbjahr ein EBITDAR (Ergebnis vor Leasingkosten, Abschreibungen, Zinsen und Steuern) von 162,0 Millionen Euro (1. HJ 2008: 171,9 Mio. Euro). Im EBIT (operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt der saisonal übliche Verlust 69,7 Millionen Euro (1. HJ 2008: 55,4 Mio. Euro). Wegen eines schlechteren Finanzergebnisses sank das Netto-Halbjahresergebnis von -51,8 auf -81,4 Millionen Euro.

Durch die Begebung einer neuen Wandelanleihe von 125 Millionen Euro am 20. August 2009, konnte der Rückkauf der alten Anleihen im Nominalwert von 90 Millionen Euro für rund 55 Millionen Euro vollzogen werden. Die verbleibenden 70 Millionen Euro werden für die Finanzierung künftiger Flugzeuglieferungen sowie zur Verbesserung der Liquidität eingesetzt. Der Rückkauf der Altanleihen wird zu einem positiven Effekt bei dem Finanzergebnis von etwa 25 Millionen Euro im dritten Quartal 2009 führen. Die Nettoverschuldung verbessert sich durch diese Transaktion auf 582 Millionen Euro gegenüber der des ersten Halbjahres 2009 von 638 Millionen Euro.

Air Berlin-CEO Joachim Hunold erklärte am Dienstag in Berlin: "Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes ist es Air Berlin gelungen, ihre relative Marktstellung im Europaverkehr zu verbessern. Durch verschiedene Kapitalmaßnahmen konnte Air Berlin ihre Eigenkapitalposition und ihre Liquidität verbessern und die Nettoverschuldung spürbar abbauen. Wir sind mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres zufrieden."

Quelle: Pressemeldung Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG

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